Nach einer Bronzemedallie Ende Mai bei der 1. Firefigther Challenge in Metz (Frankreich) konnte Andreas Schröder sich am vergangenen Wochenende bei den TFA-Europameisterschaften in Mönchengladbach die Silbermedallie in seiner Klasse mit einer Zeit von 8:29min sichern.
Wie im vergangenen Jahr hatte auch in diesem Jahr die Feuerwehr Mönchengladbach rund um das Elisabeth-Krankenhaus zum Wettbewerb eingeladen und über 140 Starter aus 10 Nationen waren der Einladung gefolgt. Bei optimalen Wetterbedingungen und dank der hervorragenden Organisation seitens der Feuerwehr konnten sich die "härtesten" Feuerwehrmänner auf dem Wettkamp-Parcours in einem fairen Wettstreit messen.
In einem spannenden Wettkampf musste Andreas Schröder lediglich den Tschechen Josef Vlk an sich vorbei ziehen lassen. In der Gesamtwertung belegte er den 21. Platz.
-------------------------------------------
Allegemeine Hintergrund-Infos zum Wettberwerb "Toughest Firefighter Alive"
"Vier Stationen zwischen Himmel und Hölle"
Alle Wettkampfstationen sind auch im täglichen Einsatzgeschäft der Feuerwehr zu finden - jedoch tauchen sie meistens nicht so geballt auf.
1. Station: Schlauch ziehen und Schläuche aufrollen
Es werden 2 B-Schläuche (insgesamt 80m, in Buchten gelegt) an eine Kreiselpumpe angeschlossen. Danach müssen die Schläuche vollständig bis zur Markierung ausgezogen werden. Anschließend werden zwei B-Schläuche einfach aufgerollt und zu einer Box getragen. Dort müssen die Schläuche korrekt eingelegt werden.
2. Station: Keiser Force Machine, Tunnellauf, Dummy, Eskaladierwand
Bei dieser Station muss an einer Keiser Force Machine das Gewicht mit einem Hammer bis zur Zielmarkierung geschlagen werden. Anschließend geht es mit einem Gewicht von 20 Kg (Kanister) durch einen Tunnel. Im Anschluss daran wird ein 80 kg Dummy von einem Podest gehoben und über eine Strecke von 60/80m getragen oder gezogen. Danach wird zur Wand gelaufen. Dort wird der PA abgelegt und die Wand von 3m Höhe überwunden. Die Zeitnahme erfolgt beim Aufkommen auf der Sprungmatte.
3. Station: Anleitern, Gewichte ins 2. Stockwerk tragen, Schläuche hochziehen, Mundstück aufschrauben
Nach dem Anleitern zweier Leitern müssen zwei 15 Kg schwere Kanister ins 2. Obergeschoß getragen werden. Dort müssen zwei B-Schläuche, die in einer Leine eingebunden sind, hochgezogen werden. Anschließend werden die zwei Kanister wieder herunter getragen. Unten angekommen muss noch ein Mundstück eines Strahlrohres oder Wasserwerfers aufgeschraubt werden.
Station 4: Treppenlauf
Die letzte Station besteht darin, mind. 15 Stockwerke hoch zu laufen (60m). Je nach Austragungsort können bis zu 35 Stockwerke gelaufen werden.
Da der Wettkampf in Mönchengladbach statt fand, mußten die 300 Stufen des Elisabeth-Krankenhauses, Hubertusstr. 100, hochgelaufen werden.