
1998 wurde die junge renommierte Geigerin Latica Honda-Rosenberg mit dem 2. Preis beim Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau ausgezeichnet, und dies als erste deutsche Finalistin in der Geschichte des Wettbewerbs. Diese Auszeichnung bedeutete den vorläufigen Höhepunkt in einer Karriere, in der sie bis dahin schon bei vielen internationalen Wettbewerben, wie z.B. dem -Reine Elisabeth- in Brüssel, -Joseph Joachim- in Hannover oder dem Wettbewerb des Deutschen Musikrates als Preisträgerin hervorging.
Als Kind einer kroatisch-japanischen Musikerfamilie in Deutschland aufgewachsen begann sie früh ihren geigerischen Weg. Schon als neunjährige wurde sie Jungstudentin an der Musikhochschule in Detmold bei dem großen ungarischen Geigenvirtuosen Tibor Varga, bei dem sie in den folgenden zehn Jahren wesentliche Impulse Ihrer Ausbildung erhalten sollte. Es schloss sich ein dreijähriges Studium bei Zakhar Bron an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid und in Lübeck an, wo sie 1993 ihr Konzertexamen «mit Auszeichnung» ablegte.
Wertvolle Anregungen erhielt sie auch von Dorothy DeLay, bei der sie ein Studienjahr an der Juilliard-School in New York verbrachte, sowie von Isaac Stern, Leon Fleisher, Tabea Zimmermann und Walter Levin, mit denen sie auf Kursen und Festivals (Salzburger Festspiele, Schleswig-Holstein , Gstaad, Verbier, Schwetzingen, Ludwigsburg, Ravinia- und Rheingau-Festival) intensiven musikalischen Austausch pflegte.
Ihren Auszeichnungen bei den großen internationalen Wettbewerben folgten Einladungen zu Konzerten in ganz Europa, den USA, Israel und Japan. Konzerte etwa mit dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin, dem MDR-Rundfunkorchester Leipzig, dem Beethovenhalle-Orchester Bonn, dem Prager und dem Zürcher Kammerorchester, dem Amadeus Chamber Orchestra, dem Russischen Staatsorchester oder dem Tokyo Symphony Orchestra führten sie in die Berliner Philharmonie, das Gewandhaus zu Leipzig, den Herkulessaal München, die Tonhalle Zürich, die Alte Oper Frankfurt, in das Auditorio Nacional in Madrid sowie das Palais des Beaux Arts in Brüssel.
Ihre Konzerte werden von Presse und Publikum gleichermaßen enthusiastisch aufgenommen. So rühmte der "Spiegel" ihre "phänomenale Musikalität", die Hannoversche Allgemeine schrieb über ih-ren Sonatenabend im Beethovensaal in Hannover von einer "Sternstunde", die FAZ titelte "Brillant".
Im Spätherbst 1999 gab sie ihr umjubeltes USA-Debüt beim Delaware Symphony Orchestra.
2000 begann eine umfangreiche Zusammenarbeit mit dem Label Arte Nova, an deren Anfang die Gesamteinspielung des Violinwerkes von Ernest Bloch stand. Inzwischen erschien auch eine Aufnahme mit Shostakovichs erstem und Tschaikowskys Violinkonzert.
Über ihre Bloch-CD`s schrieb das weltweit renommierte Fachblatt The Strad: "Ihre Sicherheit und Willenskraft lassen unvermittelt an Heifetz denken... eloquent, ausdrucksvoll, feinsinnig und abwechslungsreich ...wundervoll!"
Im Oktober 2001 wird sie für Arte Nova Prokoffiews Gesamtwerk für Violine und Klavier einspielen, mit dem jungen, international bereits anerkannten Pianisten Eldar Nebolsin, mit dem sie ein festes Duo gegründet hat.
Im Frühjahr 2002 wurde sie beim Fernsehsender ARTE an der Seite von Montserrat Caballé in einem Portrait der Serie "Stars von morgen" einem breiten Publikum vorgestellt.
Eine herrliche, 1732 von Domenico Montagnana gebaute Violine begleitet sie seit vielen Jahren auf ihrer musikalischen Reise.
(Artikel aus:
www.russischeschule.com )